

Es gibt eine Phase im Leben, da fühlt sich alles „dichter“ an.
Der Schlaf ist nicht mehr verlässlich.
Kleine Geräusche nerven dich plötzlich.
Dein Geduldsfaden ist kürzer, dein Körper anders, deine Energie unberechenbar.
Und vielleicht denkst du dir leise:
„Ich war doch mal belastbarer. Was ist los mit mir? Bin ich jetzt einfach empfindlich geworden – oder werde ich verrückt?“
Wenn du feinfühlig, sensibel oder neurodivergent bist, kennst du dieses Gefühl wahrscheinlich besonders gut.
Und wenn das Ganze dann auch noch mit den Wechseljahren zusammenfällt – Perimenopause, Menopause, Postmenopause –, kann es sich anfühlen, als würde dein inneres System einmal komplett auf links gedreht.
In diesem Beitrag schauen wir uns gemeinsam an, warum diese Phase so herausfordernd sein kann, was dein Nervensystem damit zu tun hat – und wie du dir das Leben in dieser Zeit leichter machen kannst, statt dich selbst unter Druck zu setzen.
Die Wechseljahre sind kein Schalter von „an“ auf „aus“.
Sie sind ein Prozess.
Vor der letzten Blutung (Menopause) beginnt die sogenannte Perimenopause:
Dein Körper stellt langsam seine Hormonproduktion um. Vor allem Östrogen und Progesteron schwanken – mal höher, mal niedriger, mal „normal“, mal gar nicht vorhersehbar.
Das kann u. a. bewirken:
unregelmäßige Zyklen
stärkere oder schwächere Blutungen
Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen
Schlafstörungen
Stimmungsschwankungen, innere Unruhe, Reizbarkeit
Konzentrationsschwierigkeiten, „Brain Fog“
Klingt nach viel?
Ist es auch.
Und jetzt kommt das Entscheidende:
Wenn dein Nervensystem sowieso fein eingestellt ist, spürst du diese Veränderungen oft früher, intensiver und vielschichtiger als andere.
Es ist dann nicht einfach nur ein „bisschen anstrengender“,
sondern eher:
„Ich erkenne mich selbst nicht wieder.“
Vielleicht hast du dich schon vor den Wechseljahren als „viel“ erlebt:
viele Gedanken
viele Gefühle
viele Wahrnehmungen gleichzeitig
hohe Verantwortung, hoher Anspruch an dich selbst
Du hast Strategien entwickelt, um damit zurechtzukommen:
Routinen, Pausen, Rückzug, vielleicht auch ein bisschen Masking im Job.
Wenn jetzt die hormonellen Veränderungen dazukommen, fühlt es sich für dein System an, als würde jemand an mehreren Reglern gleichzeitig drehen:
du schläfst schlechter – dein Nervensystem kann sich nachts schlechter regulieren
deine Stresstoleranz sinkt – Dinge, die früher gingen, bringen dich jetzt an deine Grenzen
Reize treffen dich stärker – Geräusche, Licht, Durcheinander, Social Media, ständige Erreichbarkeit
Viele Frauen sagen Sätze wie:
„Ich kann plötzlich nichts mehr ab.“
„Ich war früher so belastbar – jetzt haut mich jeder Pups um.“
„Ich bin nicht mehr die Alte.“
Die Wahrheit ist:
Du bist nicht mehr die Alte.
Dein Körper und dein System sind im Umbau.
Und ja – das kann Angst machen.
Aber es bedeutet nicht, dass mit dir „etwas nicht stimmt“.
Es bedeutet, dass du in einer Phase bist, in der du mehr Begleitung und andere Rahmenbedingungen brauchst.
Manchmal hilft es, konkrete Situationen anzuschauen, um zu verstehen:
„Ah, deshalb reagiere ich so.“
Im Job oder Business
Du kommst aus einem zweistündigen Meeting und fühlst dich, als hättest du eine Nachtschicht hinter dir.
Du kannst dich schlechter fokussieren, brauchst länger für Entscheidungen.
Nach einem Tag mit vielen Terminen bist du abends nicht „angenehm müde“, sondern innerlich leer und gereizt.
Im Familienalltag
Geräusche, die früher okay waren, sind jetzt kaum auszuhalten: Kinderspiel, Musik, Küchengeräusche, Fernseher im Hintergrund.
Du reagierst schneller genervt, vielleicht auch mal schärfer, als du möchtest, und bekommst danach Schuldgefühle.
Du hast weniger Kapazität, allen gleichzeitig gerecht zu werden.
In Beziehungen
Gespräche über Zukunft, Veränderungen oder Konflikte fallen dir schwerer, weil du innen schon voll bist.
Du spürst klarer, wenn du über deine Grenzen gehst – weißt aber nicht immer, wie du das gut formulieren kannst.
Vielleicht taucht auch Traurigkeit auf: um die Frau, die du „früher“ warst, um die Energie, die du mal hattest.
Wenn du dich darin erkennst:
Du bist nicht allein.
Das ist kein persönliches Versagen, sondern Ausdruck davon, dass dein System sehr viel leisten muss.
Du brauchst in dieser Phase keinen Perfektionsplan.
Was du brauchst, sind freundliche, realistische Anpassungen, die zu dir passen.
Schlaf ist oft das Erste, was leidet – und gleichzeitig die Grundlage für alles.
Fragen, die du dir stellen kannst:
Wann gehe ich wirklich ins Bett – nicht „wann wäre es schön“, sondern: was ist ehrlich?
Was könnte ich in der letzten Stunde vor dem Schlafen weglassen (z. B. doomscrollen, schwere Mails, Serien bis kurz vor Mitternacht)?
Was könnte ich hinzufügen, das mir beim Runterfahren hilft? (Tee, Lesen, leise Musik, ein paar tiefe Atemzüge, warm duschen)
Es muss keine perfekte Routine sein.
Schon 10–15 % mehr Freundlichkeit in dieser Stunde machen einen Unterschied.
In Umbruchphasen ist dein Reizfass schneller voll.
Das ist keine Schwäche, das ist Physik.
Mögliche Mikro-Schritte:
Termine entzerren – lieber etwas mehr Puffer zwischen Meetings
ein bis zwei „leichtere“ Tage in der Woche, ohne schwere Themen, soweit möglich
wo es geht: Geräusche reduzieren (Kopfhörer, Türen zu, bewusste stille Zeiten)
digitale Pausen – zwischendurch 5–10 Minuten ohne Bildschirm
Du kannst dir fragen:
„Wo ist heute eine Stelle, an der ich eine Reizquelle rausnehmen oder leiser stellen kann?“
Dein Körper braucht in dieser Phase gute Bausteine – für Hormone, Nervensystem und Energie.
Dazu gehören u. a.:
regelmäßige Mahlzeiten, die dich nicht komplett in den Blutzucker-Achterbahnmodus schicken
genügend Eiweiß, gesunde Fette, buntes Gemüse
ausreichend trinken (Wasser, Kräutertee)
Zusätzlich kann es sinnvoll sein, mit einem gezielten Mikronährstoffkonzept zu arbeiten, das speziell für Frauen in dieser Lebensphase entwickelt wurde – mit Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen, die dich z. B. bei Energie, Schlaf, Stimmung und hormonellem Gleichgewicht unterstützen.
Ich arbeite in meiner Begleitung mit einem Women+-Konzept, das genau darauf ausgerichtet ist. Das ersetzt keine ärztliche Behandlung, kann aber eine wertvolle Ergänzung sein.
Wichtig:
Wenn du Medikamente nimmst oder starke Beschwerden hast, sprich Nahrungsergänzung bitte immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Du musst nicht alles von heute auf morgen umkrempeln.
Aber du darfst ehrlich hinschauen:
Welche Aufgaben fressen gerade unverhältnismäßig viel Energie?
Welche Termine sind „muss“, welche sind „eigentlich könnte das auch anders oder später sein“?
Wo könntest du delegieren, verschieben, abspecken?
Vielleicht heißt das:
nur einen Launch im Jahr statt drei
weniger Abendtermine
Fokusblöcke zu deiner besten Tageszeit
klare Kommunikationsgrenzen („Ich antworte nicht mehr sofort auf alles“)
Es geht nicht darum, klein beizugeben.
Es geht darum, langfristig handlungsfähig zu bleiben – mit dir im Boot.
Ich weiß, wie sich diese Phase anfühlen kann.
Nicht aus Büchern, sondern aus meinem eigenen Körper.
Ich kenne die Nächte, in denen der Kopf Karussell fährt.
Die Tage, an denen du viel zu früh müde bist.
Die Momente, in denen du denkst:
„Ich kann nicht mehr so tun, als wäre alles wie früher.“
Ich habe selbst erlebt, wie viel sich verändert, wenn du:
deinen Körper und dein Nervensystem ernst nimmst
deine Ernährung und Mikronährstoffe bewusst anpasst
deinen Alltag so strukturierst, dass du mit deinen Ressourcen haushalten darfst
und dir erlaubst, Unterstützung anzunehmen
Heute habe ich einen Rhythmus gefunden, der zu mir jetzt passt.
Ich fühle mich nicht jeden Tag wie ein Wellness-Prospekt – aber ich fühle mich wieder mehr bei mir. Stimmiger. Stabiler.
Und ich begleite Frauen genau in dieser Phase, damit sie diesen Weg nicht alleine gehen müssen.
Wenn du dich wieder erkennst und spürst:
„Ich will da raus aus diesem Dauer-Ausnahmezustand“,
dann lade ich dich ein, dich bei mir zu melden.
In meiner 12-Wochen-Begleitung für Frauen in den Wechseljahren schauen wir gemeinsam auf:
deinen aktuellen Alltag (Arbeit, Familie, mentale Last, Reize)
dein Nervensystem und dein Energieprofil
deine Ernährung und wie wir sie so anpassen können, dass sie dich trägt statt zusätzlich stresst
eine sinnvolle Women+-Mikronährstoffunterstützung, die zu dir passt
konkrete Strukturveränderungen, mit denen du wieder mehr Stabilität und Wohlgefühl in deinen Rhythmus bringst
Ziel ist nicht, „wieder wie früher“ zu sein.
Ziel ist, dass du sagen kannst:
„Ich verstehe, was mit mir passiert.
Ich kenne meine Stellschrauben.
Und ich habe wieder mehr das Gefühl, in meinem eigenen Leben anzukommen.“
Die Begleitung ist individuell und die Plätze sind begrenzt, weil ich nah und persönlich arbeiten möchte.
Wenn du mehr erfahren möchtest:
schreib mir eine E-Mail
oder nutze das Kontaktformular auf meiner Website
Erzähl mir kurz, wo du gerade stehst,
und wir schauen gemeinsam, ob und wie diese 12 Wochen dir helfen können.
Zum Schluss möchte ich dir noch etwas mitgeben:
Du bist nicht „zu empfindlich“.
Du bist eine Frau in einer massiven Umbruchphase – körperlich, hormonell, emotional.
Du darfst dir erlauben, es dir leichter zu machen.
Du darfst dir Unterstützung holen.
Und du darfst einen Rhythmus finden, in dem du dich wieder wohler mit dir selbst fühlst.