

Diese Podcastfolge ist Teil der Themenwelt Hochsensibilität. Auf der Übersichtsseite zu Hochsensibilität findest du weitere Beiträge, Podcastfolgen und praktische Tipps, wie du als hochsensibler Mensch deinen Alltag leichter gestalten kannst.
Du kennst vielleicht dieses Gefühl:
Von außen war es ein ganz normaler Tag.
Du bist zur Arbeit gegangen, hast deine Aufgaben erledigt, vielleicht noch Familie, Termine, Einkäufe.
Und dann sitzt du abends auf dem Sofa – und dein Körper sagt:
Und irgendwo kommt der Gedanke:
„Stell dich nicht so an. War doch gar kein besonders harter Tag.“
Vielleicht warst du sogar schon mehrfach bei Ärzt:innen.
Blutwerte: in Ordnung.
Herz: in Ordnung.
„Sie müssen sich mal mehr entspannen.“
Nur: Wie, wenn dein System ständig läuft?
In diesem Beitrag schauen wir uns an,
warum viele hochsensible Menschen so deutlich über den Körper reagieren –
und was du tun kannst, um besser mit deinem Nervensystem zusammenzuarbeiten.
Wichtig: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Diagnose.
Wenn du neue, starke oder anhaltende Beschwerden hast, lass das bitte immer ärztlich abklären. Dein Körper hat es verdient, ernst genommen zu werden.
Hochsensibilität heißt vereinfacht:
Dein Nervensystem ist fein eingestellt.
Du nimmst mehr wahr – und du verarbeitest mehr.
Das betrifft:
All das landet nicht einfach kurz im System und ist weg,
sondern wird gründlich verarbeitet, verknüpft, hinterfragt.
Dein Körper ist dabei kein extra System – er ist ein Teil davon.
Wenn du viel wahrnimmst und verarbeitest, bedeutet das:
Von außen wirkst du vielleicht ruhig.
Innen läuft Hochbetrieb.
Nicht jede hochsensible Person erlebt das gleich.
Aber es gibt körperliche Muster, von denen viele berichten – vor allem in stressigen, lauten oder emotional intensiven Phasen.
Schau einfach, was davon mit dir resoniert.
Oft ist das eine Mischung aus innerer Anspannung, Grübeln und zu wenig echten Pausen.
Der Bauch ist ein sehr sensibler Stressanzeiger.
Dein „Bauchgefühl“ ist hier wortwörtlich.
Dein Körper ist damit beschäftigt, Reize zu verarbeiten und Stress herunterzufahren – oft viel mehr, als du es dir von außen ansehen kannst.
Das ist kein „Du bist hysterisch“,
sondern eine sehr reale Stressreaktion deines Nervensystems.
Dein System verarbeitet oft nachts noch das, was tagsüber keinen Raum hatte.
Für dich ist das nicht „nur ein Geräusch“ –
es ist ein zusätzlicher Reiz, den dein Körper mitverarbeiten muss.
Diese Frage ist wichtig und verdient eine klare Antwort.
Grundregel:
Neue, starke oder sich verschlimmernde Symptome gehören immer zum Arzt.
Punkt.
Gerade bei:
bitte nicht zögern, medizinische Hilfe zu holen.
Und gleichzeitig gilt:
Hilfreiche Fragen an dich selbst:
Wenn du hier Zusammenhänge erkennst, bist du schon mitten in der „Übersetzung“ deines Körpers.
Er spricht mit dir – manchmal sehr deutlich.
Du kannst dein Nervensystem nicht per Knopfdruck „entsensibilisieren“.
Aber du kannst lernen, mit deinem Körper anders umzugehen.
Hier ein paar Schritte, die sich bewährt haben – sanft, machbar, ohne Perfektionismus.
Viele von uns haben gelernt:
„Reiß dich zusammen. Stell dich nicht so an.“
Das führt dazu, dass wir Körpersignale kleinreden oder ignorieren –
bis sie so laut werden, dass nichts anderes mehr geht.
Probier etwas anderes:
Du musst nichts sofort ändern.
Erstmal nur: wahrnehmen.
Das ist wie beim Navi:
Ohne Standortbestimmung keine sinnvolle Route.
Hochsensible neigen dazu, lange durchzuhalten –
für andere, fürs Team, für den Anspruch an sich selbst.
Dein Körper dankt dir, wenn du vorher bremst.
Ideen für Mikro-Pausen:
Diese kleinen Pausen sind kein Luxus,
sondern Nervensystempflege.
Du musst nicht das ganze Leben umbauen.
Aber dein Körper wird dir dankbar sein, wenn du ein paar Stellschrauben drehst.
Frag dich:
Mögliche Maßnahmen:
Je weniger Grundrauschen, desto weniger muss dein Körper kompensieren.
Du musst keinen Sport „performen“.
Es geht darum, dass dein Körper Stresshormone abbauen darf.
Was hilfreich sein kann:
Finde etwas, das sich machbar anfühlt.
Klein und regelmäßig ist hilfreicher als das perfekte Sportprogramm alle Jubelmonate.
Innere Sätze machen einen Unterschied – auch körperlich.
Statt:
probier mal:
Du musst nicht sofort daran glauben.
Aber dein Nervensystem reagiert auf den Ton, in dem du mit dir sprichst.
Wenn du beim Lesen gemerkt hast:
dann ist das kein Zeichen von Schwäche.
Es ist ein Zeichen von Bewusstsein.
Gerade in beruflichen oder sehr vollen Lebensphasen kann es hilfreich sein, das nicht nur mit dir selbst auszumachen.
In meinem kostenfreien Orientierungsgespräch schauen wir gemeinsam:
Und wir prüfen, ob eine weitere Begleitung – im Coaching oder in einer Ausbildung – für dich sinnvoll ist, oder ob es im Moment eher etwas anderes braucht.
Wenn du magst, findest du den Link zum Orientierungsgespräch direkt hier: KLICK.
Dein Körper ist nicht dein Gegner.
Er ist dein sensibler, manchmal sehr lauter Verbündeter.
Vielleicht ist jetzt der Moment, ihm ein bisschen genauer zuzuhören.