

Du hast Bücherregale voller guter Ratgeber.
Deine Podcast-App ist prall gefüllt mit Folgen, die du „unbedingt noch hören“ willst.
In deinem Posteingang: Newsletter mit Tipps für Business, Selbstliebe, Aufräumen, Money-Mindset, Nervensystem, Ernährung, Beziehung.
Du liest, hörst, sammelst –
und trotzdem sitzt du an manchen Tagen da und denkst:
„Ich weiß doch eigentlich alles – warum kriege ich es trotzdem nicht hin?“
Vielleicht fühlst du dich sogar kleiner, je mehr du konsumierst:
Die anderen scheinen alles zu schaffen, was du dir vornimmst.
Bei dir bleibt es oft bei Notizen, Bookmarks und Post-its.
Und irgendwo schleicht sich der Gedanke ein:
„Mit mir stimmt doch irgendwas nicht.“
Falls du dich darin wiedererkennst: Du bist nicht allein.
Und nein, du bist nicht „zu schwach“, „zu faul“ oder „zu unkonsequent“.
Gerade Hochsensible, Scanner und neurodivergente Menschen sind sehr anfällig für Ratgeber-Overload – aus Gründen, die ziemlich logisch sind, wenn man einmal genauer hinschaut.
Vielleicht klingt das nach dir:
Du startest hochmotiviert in einen Kurs – nach ein paar Modulen driftest du ab, nicht weil er schlecht ist, sondern weil du innerlich voll bist.
Du folgst mehreren Expert:innen zum gleichen Thema – jede Person sagt etwas anderes, alles klingt plausibel, und am Ende bist du unsicherer als vorher.
Du verbringst Abende damit, dir „noch schnell Input zu holen“ – und gehst erschöpft ins Bett, ohne irgendetwas davon wirklich umgesetzt zu haben.
Bei jedem neuen Problem ist dein erster Impuls: Googeln, Podcast suchen, Reels schauen – statt einmal kurz in dich hinein zu spüren.
Der Moment, in dem dir klar wird:
„Ich beschäftige mich mehr mit Selbstoptimierung als mit mir selbst.“
tut weh.
Und gleichzeitig ist er ein wichtiger Wendepunkt – weg vom „Noch mehr wissen“ hin zu „Wieder bei mir ankommen“.
Schauen wir liebevoll auf ein paar Gründe, die nichts mit Scheitern zu tun haben.
Als feinfühliger Mensch nimmst du Details, Zwischentöne und Zusammenhänge intensiv wahr.
Das bedeutet: Ein Tipp ist für dich nicht nur ein Tipp.
In deinem Kopf passiert in Sekunden:
„Was bedeutet das für mich?“
„Was wäre, wenn…?“
„Und wenn dieses Szenario eintritt?“
„Wie passt das zu dem, was XY neulich gesagt hat?“
Du vernetzt, vergleichst, prüfst.
Das ist eine große Stärke – kann aber dazu führen, dass du nicht ins Tun kommst, weil du erst alles verstehen und absichern willst.
Wenn du Scanner bist oder viele Interessen hast, kennst du vielleicht diesen Satz:
„Oh, das klingt auch spannend.“
Aus einem Thema werden zehn:
Business, Positionierung, Content
Persönlichkeitsentwicklung
Gesundheit, Ernährung, Schlaf
Beziehungen
Spiritualität
und, und, und …
Du siehst überall Möglichkeiten.
Die Kehrseite: Du startest vieles – und bringst wenig zu Ende.
Oder es fühlt sich zumindest so an.
Dabei ist dein Problem nicht mangelnde Intelligenz oder Willenskraft.
Es ist, dass du zu viele Türen gleichzeitig offenhältst.
Viele Hochsensible haben früher gelernt:
„Du bist zu kompliziert.“
„Du übertreibst.“
„So wie du das siehst, stimmt es nicht.“
Das prägt.
Wenn du irgendwann Expert:innen entdeckst, die „die Wahrheit“ verkünden, kann sich das anfangs sehr sicher anfühlen:
„Endlich jemand, der weiß, wie es geht.“
Nur: Wenn jede externe Stimme wichtiger ist als deine eigene Wahrnehmung, verlierst du dich schneller, als dir lieb ist.
Du spürst nicht mehr:
Was will ich eigentlich?
Was fühlt sich für meinen Körper gut an?
Was passt zu meiner Lebenssituation – und was nur theoretisch?
Online werden wir permanent mit Verknappung konfrontiert:
„Nur noch bis Sonntag“,
„Nur 5 Plätze“,
„Alle, die wirklich erfolgreich sind, machen X.“
In dir kann das alte Gefühle triggern:
„Ich bin eh zu spät dran.“
„Die anderen sind weiter als ich.“
„Wenn ich das jetzt nicht buche, war’s das.“
Das ist kein persönlicher Fehler.
Es ist eine sehr menschliche Reaktion auf cleveres Marketing – kombiniert mit deiner feinen Antenne für Gefahr und Zugehörigkeit.
Ein paar typische Anzeichen, die ich immer wieder höre:
Du konsumierst mehr, als du verdaust.
Du fühlst dich nach Reels, Newslettern oder Kursmodulen eher schlechter („Ich mache zu wenig“) als inspiriert.
Du hast das Gefühl, immer wieder von vorne anzufangen, nur mit anderer Methode.
Du weißt theoretisch, was dir guttun würde – aber du kommst nicht in die Umsetzung.
Und irgendwo sitzt dieser Satz:
„Ich muss erst noch XY, bevor ich…“
Wenn du dich da wiederfindest, ist das kein Grund für Selbstverurteilung.
Es ist eine Einladung, deinen Umgang mit Input zu verändern.
Du musst nicht alle deine Bücher verschenken und alle Podcasts löschen.
Es geht nicht um „nie wieder Input“.
Es geht um bewussten, passenden Input.
Hier ein paar Schritte, die dir helfen können.
Nimm dir 10–15 Minuten und schreib auf:
Welche Podcasts hörst du regelmäßig?
Welche Newsletter abonnierst du?
Welche Onlinekurse, Programme oder Mitgliedschaften hast du noch offen?
Wen verfolgst du intensiv auf Social Media?
Dann frag dich bei jedem Punkt:
Fühle ich mich danach eher gestärkt – oder eher klein, unter Druck, überfordert?
Passt der Stil dieser Person zu mir und meinem Nervensystem – oder triggert er alte Muster („Mach mehr, sei schneller, sei härter“)?
Du musst nicht sofort kündigen oder entfolgen.
Aber allein dieses Bewusstsein ist kraftvoll.
Gerade für sensible Menschen bringt es viel Ruhe, wenn sie sich pro Thema eine Hauptstimme wählen – zumindest für eine Weile.
Frag dich:
Wer begleitet mich beim Thema Business?
Wen höre/lese ich zum Thema Nervensystem und Gesundheit?
Wem vertraue ich beim Thema Beziehung/Bindung?
Für 4–6 Wochen kannst du beschließen:
„Zu diesem Thema folge ich vor allem dieser einen Person / diesem einen Ansatz.“
Alles andere darf in dieser Zeit in eine Art „Parkplatz“: Du speicherst es, musst aber nicht sofort hineingehen.
Das heißt nicht, dass die anderen schlecht sind.
Es heißt nur: Dein System braucht weniger Richtungswechsel, um wieder ins Handeln zu kommen.
Ein klassischer Stolperstein:
Du hörst einen großartigen Tipp – aber schon während du ihn hörst, bist du mit etwas anderem beschäftigt.
Multitasking ist Gift für tiefe Integration.
Probier es mal so:
Konsum-Zeit: Du hörst eine Folge oder liest einen Artikel bewusst – beim Spazierengehen, mit Kaffee auf dem Sofa, ohne vier andere Tabs offen zu haben.
Umsetzungs-Zeit: Im Anschluss nimmst du dir 10–20 Minuten Zeit, um dir eine einzige Sache herauszupicken, die du heute oder in den nächsten Tagen ausprobieren willst.
Statt: „Ich müsste mal alles umsetzen“
lieber: „Ich teste einen kleinen Baustein in meinem echten Leben.“
Nicht jeder Tipp ist für dich gemacht.
Nicht jede Methode passt zu deinem Körper, deinem Alltag, deiner Geschichte.
Schreib dir ruhig schwarz auf weiß eine Liste:
„Dinge, denen ich bewusst nicht weiter folge.“
Zum Beispiel:
5-Uhr-morgens-Routinen, wenn du hochsensibel und ohnehin erschöpft bist
Business-Modelle, die auf ständiger Sichtbarkeit und Social-Media-Dauerfeuer beruhen
Inhalte, die deine Sensibilität abwerten oder Druck aufbauen
Du darfst sagen:
„Das mag für andere funktionieren.
Ich entscheide, dass es nicht mein Weg ist.“
Das ist keine Kapitulation.
Das ist Selbstführung.
Es gibt einen Moment, an dem du merkst:
Ich kenne meine Muster.
Ich weiß, warum ich so funktioniere.
Ich habe viel verstanden – aber ich komme trotzdem immer wieder an die gleiche Grenze.
Spätestens dann brauchst du nicht noch mehr Input,
sondern Begleitung:
jemanden, der mit dir sortiert
der dich spiegelt, wenn du dich im Kreis drehst
der dir hilft zu entscheiden, was du weglassen darfst
und der dein sensibles Nervensystem mitdenkt, statt zu sagen: „Du musst dich nur mehr anstrengen.“
Vielleicht spürst du beim Lesen:
„Ja, das bin ich. Ich weiß so viel – und trotzdem fühlt sich mein Leben nicht so an, wie ich es mir wünsche.“
Dann ist das kein Zeichen von Versagen.
Es ist ein Zeichen, dass dein System gesättigt ist und dich einlädt, einen anderen Weg zu gehen.
Im Orientierungsgespräch schauen wir genau da hin:
Wo stehst du gerade mit all deinem Wissen, deinen Ideen, deinen Ansprüchen?
Was nimmt dir Energie – und was gibt dir welche?
Welche zwei, drei Hebel könnten bei dir wirklich einen Unterschied machen?
Und ob eine Begleitung im Coaching oder vielleicht auch zu einem späteren Zeitpunkt meine Ausbildung (speziell für die Begleitung hochsensibler Menschen) ein sinnvoller nächster Schritt für dich ist.
Du musst nicht nochmal all deine Themen ausbreiten.
Es reicht, wenn du ehrlich sagen kannst:
„Ich bin müde vom ständigen Input.
Ich möchte Klarheit – und jemanden, der mit mir sortiert.“
Wenn du magst, hol dir deinen Termin direkt hier: KLICK!
Du musst nicht mehr und mehr an dir herumoptimieren.
Du darfst anfangen, deinen eigenen Weg zu wählen – mit weniger Lärm von außen und mehr Vertrauen nach innen. 💛