Kopf als Zeichnung dargestellt mit bunten Farben und 1000 kleinen Splittern, Komponenten, Bauteilen, der quasi explodiert und mit seiner Umgebung verschmilzt.

Overthinking- Statt „zerdenken” – neue Gedanken und Verhaltensweisen nutzen

Episode Nr. #109

08.10.2024

Overthinking- Statt „zerdenken" - neue Gedanken und Verhaltensweisen nutzen


Scanner-Persönlichkeit

Diese Podcastfolge ist Teil der Themenwelt Scanner. Auf der Übersichtsseite zu Scanner findest du weitere Beiträge, Podcastfolgen und praktische Tipps, wie du als vielseitiger Mensch deinen Alltag leichter gestalten kannst.

Nicole · Frau Sensibel · 7 min Lesezeit

Du wolltest nur kurz eine Entscheidung treffen. Drei Stunden und zwanzig offene Tabs später bist du immer noch nicht weiter – aber jetzt auch noch müde davon, überhaupt nachzudenken.

Genau darüber geht es in diesem Beitrag: Overthinking bei Scanner-Persönlichkeiten. Also der Moment, in dem dein wacher, vielseitiger Kopf sich selbst im Weg steht – und warum das kein Zeichen von Unentschlossenheit ist, sondern etwas, das sich verstehen und sogar gezielt nutzen lässt.

Was Overthinking bei Scanner-Persönlichkeiten eigentlich ist

Scanner-Persönlichkeiten zeichnen sich durch eine breite, oft wechselnde Interessenvielfalt aus und die Fähigkeit, Themen tiefgründig und aus verschiedenen Perspektiven zu durchdenken. Genau diese Stärke kippt beim Overthinking ins Gegenteil: Der Gedankenstrom, der sonst Lösungen findet, findet plötzlich kein Ende mehr.

Dein Kopf denkt nicht zu viel. Er denkt einfach in mehr Richtungen gleichzeitig als die meisten anderen.

Die Kehrseite deiner größten Stärke

Dieselbe Tiefe, die dir kreative Lösungen, vorausschauende Risikoeinschätzung und ein feines Gespür für Zwischenmenschliches schenkt, kann bei Entscheidungen zur Falle werden. Du siehst so viele Konsequenzen, Perspektiven und Möglichkeiten gleichzeitig, dass eine einzelne Entscheidung plötzlich unmöglich groß wirkt. Diese Analyse-Paralyse ist eine der größten Herausforderungen für Scanner: Möglichkeiten bleiben ungenutzt, oder Entscheidungen werden erst unter großem Druck getroffen.

4 Anzeichen, dass dein Denken gerade im Kreis läuft

  • Du denkst über eine Entscheidung nach, obwohl alle relevanten Informationen längst da sind
  • Kleine Entscheidungen fühlen sich plötzlich genauso schwer an wie große
  • Du spielst dieselbe Situation immer wieder aus neuen Blickwinkeln durch
  • Am Ende bist du erschöpft, ohne wirklich weitergekommen zu sein

Eine typische Situation

Zwei spannende Projektanfragen liegen vor dir. Beide gut, beide unterschiedlich. Du erstellst eine Pro-Contra-Liste, dann eine zweite, fragst drei Freund:innen um Rat, schläfst zweimal darüber – und drei Tage später ist eine der beiden Anfragen längst vergeben. Nicht, weil du dich falsch entschieden hast. Sondern weil du dich gar nicht entschieden hast.

Was dir im Moment wirklich hilft

Statt …

endlos weiterzudenken, bis sich alles “richtig” anfühlt

Lieber …

einen festen Zeitblock setzen und danach bewusst entscheiden

5 Wege, dein Overthinking für dich zu nutzen

1. Setze klare Ziele

Klare Ziele fokussieren dein Denken, statt dich in unwichtigen Details zu verlieren. Beginne deinen Tag oder jede Aufgabe mit einer klaren, erreichbaren Zielsetzung.

2. Nutze feste Zeitblöcke für das Denken

Lege eine feste Zeit fest, in der du intensiv über ein Thema nachdenkst. Nach Ablauf wechselst du bewusst zu einer anderen Aktivität – oder triffst deine Entscheidung.

3. Schreibe deine Gedanken auf

Aufschreiben ordnet Gedanken und macht wiederkehrende Denkmuster sichtbar. Ein Tagebuch oder Ideenbuch hilft dir, Klarheit zu schaffen statt in der Gedankenflut zu treiben.

Für dein tägliches Sortieren

Wenn du dafür eine feste Struktur suchst: Mein Coaching-Kalender “Klare Kante” ist wie ein Coach in Buchform – mit Reflexionsfragen und einer sanften, täglichen Struktur, die dir hilft dranzubleiben, ohne dich unter Druck zu setzen.

4. Übe Entscheidungsfreude

Entscheidungen zu treffen ist oft ein Schwachpunkt für Scanner. Übe an unbedeutenden Dingen, täglich kleine Entscheidungen schnell zu treffen – das baut Vertrauen in deine Entscheidungsfähigkeit auf.

5. Meditation und Achtsamkeitsübungen

Schon fünf Minuten Meditation täglich können helfen, den Geist zu beruhigen und das ständige Überdenken zu reduzieren.

Das Ziel ist nicht, weniger zu denken. Das Ziel ist, dein Denken für dich arbeiten zu lassen, statt gegen dich – ein Gleichgewicht, das intensives Nachdenken produktiv macht, ohne dich darin zu verlieren.

Zum Nachspüren

Welche Entscheidung schiebst du gerade vor dir her, weil du sie noch weiter durchdenken willst?


Wenn du dich hier wiedererkennst und dein Denken nicht mehr gegen dich, sondern für dich arbeiten lassen willst, lass uns das gerne in einem kostenfreien Gespräch einordnen.

Kostenfreies Orientierungsgespräch buchen

Oder willst du erstmal für dich allein sortieren? Probier die Frau Sensibel Community aus – aktuell noch kostenfrei.

Nicole Führing
Nicole Führing | Expertin für HSP & Scanner | Endlich. Selbst. Werden.
Deine Begleiterin, Coach, Sparringspartnerin oder auch Komplizin für deine Herausforderungen