Definition
Entdecke den Gedanken dahinter
Klicke dich durch drei Perspektiven · Dysregulation
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Woran merkst du in deinem Körper, dass ein Gefühl gleich überkocht?
Dysregulation ist eine Reaktion deines Nervensystems und keine Charakterschwäche.
Wenn das nächste Mal Ärger hochkommt, atme dreimal langsam aus, bevor du antwortest.
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Emotionale Dysregulation bedeutet, dass Gefühle sehr schnell, sehr stark oder sehr lange auftreten und sich nur schwer steuern lassen. Ein kleiner Auslöser kann eine große Welle auslösen, und es dauert lange, bis sich das System wieder beruhigt.
🧠 Hintergrund
Dysregulation ist keine eigene Diagnose. Sie wird aber bei ADHS im Erwachsenenalter sehr häufig beschrieben und tritt auch bei Autismus, nach Traumaerfahrungen oder in Phasen starker Erschöpfung auf. Hochsensible erleben Gefühle grundsätzlich intensiv. Ob daraus Dysregulation wird, hängt stark davon ab, wie viel Reserve das Nervensystem gerade hat.
Eine besondere Form ist die sogenannte Zurückweisungsempfindlichkeit (Rejection Sensitive Dysphoria): Kritik oder vermutete Ablehnung lösen einen heftigen inneren Schmerz aus.
🔍 Typische Anzeichen
- du reagierst heftiger, als es dir selbst angemessen erscheint
- nach einem Streit brauchst du Stunden oder Tage, um wieder ruhig zu werden
- kleine Frustrationen bringen dich plötzlich zum Weinen
- im Nachhinein schämst du dich für deine Reaktion
🌱 Was dir hilft
- Den Körper zuerst beruhigen: Langsames Ausatmen, Bewegung oder kaltes Wasser im Gesicht holen das Nervensystem schneller herunter als Nachdenken.
- Gefühle benennen: Der Satz „Ich bin gerade wütend“ schafft bereits ein wenig Abstand.
- Reserve aufbauen: Schlaf, Pausen und Reizreduktion machen dich weniger anfällig für Überreaktionen.
- Begleitung suchen: Coaching oder Therapie können helfen, Muster zu erkennen und neue Wege einzuüben. Bei Verdacht auf ADHS lohnt sich eine fachärztliche Abklärung.
Passend dazu: Emotionale Intensität, Wut und die Themenwelt Stabilität.
Verwandte Begriffe: Co-Regulation.