

Diese Podcastfolge ist Teil der Themenwelt Hochsensibilität. Auf der Übersichtsseite zu Hochsensibilität findest du weitere Beiträge, Podcastfolgen und praktische Tipps, wie du als hochsensibler Mensch deinen Alltag leichter gestalten kannst.
Ein eigenes Business zu führen, ist sowieso schon eine Achterbahn.
Wenn du zusätzlich hochsensibel bist, fühlt sich diese Achterbahn manchmal eher an wie „Sturm innen und außen“: Alles wirkt intensiver. Näher. Lauter. Und manchmal auch schneller zu viel.
Vielleicht kennst du das:
Du liebst deine Arbeit, deine Kund:innen, deine Themen – und trotzdem bist du schneller erschöpft als andere. Du zweifelst öfter. Und zwischendurch taucht diese Frage auf:
„Bin ich überhaupt gemacht für Selbstständigkeit – so sensibel wie ich bin?“
Meine Antwort ist klar: Ja. Absolut.
Nicht trotz deiner Sensibilität. Sondern auch wegen ihr.
In diesem Beitrag bekommst du 12 alltagstaugliche Impulse, wie du deine Hochsensibilität bewusst für dein Business nutzen kannst – ohne dich zu verbiegen und ohne dich selbst zu verlieren.
Wenn du die Folge #005 „Herausforderungen für hochsensible Unternehmerinnen“ kennst, weißt du schon:
Du bringst alles mit, um eine sinnvolle, kreative und erfolgreiche Selbstständigkeit aufzubauen.
Dieser Beitrag knüpft daran an – praktisch, umsetzbar und in deinem Tempo.
Business ist emotional selten „neutral“. Als hochsensible Unternehmerin nimmst du Höhen und Tiefen besonders stark wahr. Das kann dich begeistern – und dich gleichzeitig schneller überlasten.
Deshalb ist eine der wichtigsten Fragen nicht: „Was ist am Markt üblich?“
Sondern: „Was ist für mich stimmig und tragbar?“
Frag dich zum Start ganz konkret:
Wie viele Termine pro Tag tun mir gut – wirklich?
Welche Aufgaben geben mir Energie, welche ziehen sie mir?
Welche Kund:innenbeziehungen fühlen sich stimmig an – welche kosten mich zu viel?
Je früher du dein Business an deinen Bedürfnissen ausrichtest, desto nachhaltiger wird es. Und oft auch erfolgreicher, weil du länger stabil bleibst.
Hochsensibilität bringt enorme Qualitäten mit: Empathie, Genauigkeit, Gespür, Kreativität.
Und gleichzeitig gilt: Jede Stärke hat eine Schattenseite.
Beispiele:
Empathie → Überforderung durch Gefühle anderer
Genauigkeit → Perfektionismus
Feines Gespür → schneller verletzt / verunsichert
Kreativität → zu viele Baustellen auf einmal
Die Schattenseite ist kein Fehler. Sie ist ein Hinweis: Du brauchst gerade einen kleinen Kurswechsel.
Die Frage lautet nicht „Wie werde ich weniger sensibel?“
Sondern: „Wie komme ich zurück in meine Stärke?“
Hochsensibel zu sein heißt nicht, dass du Reize für immer vermeiden musst.
Aber es heißt, dass du dich gut kennen solltest.
Check-in-Fragen, die wirklich helfen:
Welche Situationen kosten mich überproportional viel Energie?
Welche inneren Sätze tauchen dann auf („Ich bin nicht gut genug“, „Ich darf niemanden enttäuschen“)?
Welche Prozesse in meinem Business geben mir Stabilität – welche reißen mich raus?
Persönlichkeitsentwicklung bedeutet nicht, „härter“ zu werden.
Sondern: dich besser zu verstehen – und dich darin zu halten.
Als hochsensible Unternehmerin denkst du oft tief und weit. Das ist ein Geschenk.
Ohne Zielklarheit kann es aber in Verzettelung kippen.
Hilfreiche Fragen:
Was ist mein Ziel in den nächsten 3–6 Monaten – konkret?
Wie soll sich mein Business anfühlen, wenn es stimmig ist?
Woran merke ich, dass ich zufrieden bin – nicht nur „produktiv“?
Klarheit entlastet dein Nervensystem, weil es Richtung bekommt.
Routinen klingen unsexy. Aber für Hochsensible sind sie oft der Unterschied zwischen „ich kippe“ und „ich halte mich“.
Beispiele, die im Alltag funktionieren:
Ein kurzer Übergang nach Terminen (2 Minuten atmen, Fenster auf, Wasser)
Ein Spaziergang vor/nach Kund:innenkontakt
Eine feste „Start“- und „Ende“-Routine für deinen Arbeitstag
Ein Arbeitsplatz, der wirklich beruhigt (Licht, Ordnung, Geräusche)
Dein Körper meldet Overload oft früher als dein Kopf. Je eher du reagierst, desto seltener rutschst du in die Erschöpfung.
Als Hochsensible wirkt dein Umfeld stärker auf dich.
Wenn du dich ständig mit robusteren, „härter tickenden“ Menschen vergleichst, entsteht schnell Druck und Frust.
Such dir bewusst:
Räume, in denen Sensibilität normal ist
Menschen, die Tiefe nicht belächeln
Austausch, der dich stärkt statt bewertet
Du brauchst keine „lautere“ Version von dir.
Du brauchst eine Strategie, die zu deinem Nervensystem passt.
Frag dich:
Wie möchte ich sichtbar sein, ohne mich zu überfordern?
In welchen Formaten kann ich wirklich gut arbeiten?
Was braucht meine Energie (Tempo, Pausen, Tiefe)?
Hochsensibel sein heißt nicht, dass du keine Strategie brauchst.
Es heißt, dass du deine Strategie brauchst.
Viele Marketing-Strategien sind laut, pushy, manipulierend. Für sensible Menschen fühlt sich das oft falsch an.
Wichtig ist die Unterscheidung:
Ist es wirklich deine Intuition („Das passt nicht zu mir“)?
Oder ist es Angst („Ich darf nicht auffallen“, „Ich will niemanden stören“)?
Du darfst Marketing neu denken – ehrlich, ruhig, klar.
Und gleichzeitig darfst du lernen, nicht jede Angst als „Intuition“ zu verkleiden.
Kritik ist ein Trigger-Thema für viele Hochsensible. Der wichtigste Schritt ist oft: erst regulieren, dann bewerten.
Hilfreiche Reihenfolge:
Spür, was es mit dir macht (Körper: Brust/Bauch/Kehle)
Reagiere nicht sofort
Wenn du ruhiger bist: Was ist sachlich dran – und was nicht?
Du entscheidest, ob du es annimmst. Nicht jede Meinung muss in dich rein.
Social Media ist ein Tool – kein Dauerfeedback zu deinem Wert.
Praktische Entlastung:
feste Zeiten für Mails & Social Media
Benachrichtigungen reduzieren
Kanäle entfolgen, die dich in Vergleich oder Stress ziehen
Du darfst dein digitales Umfeld so gestalten, dass es dich stärkt.
Hochsensible spüren Spannung früh – und wollen sie oft sofort lösen.
Mini-Fragen für den Moment:
Muss ich jetzt antworten?
Ist das wirklich dringend oder fühlt es sich nur so an?
Darf das bis morgen warten?
Feierabend darf Feierabend sein. Pausen dürfen Pausen sein.
Du brauchst nicht nur „kurz durchatmen“.
Du brauchst echte Zeiten, in denen dein System runterfahren darf.
Ein freier Tag ist kein Zeichen von Schwäche.
Er ist ein Baustein für langfristigen Erfolg, weil du wieder klarer denken, entscheiden und gestalten kannst.
Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt:
„Oh ja, da erkenne ich mich wieder.“
„Ich weiß vieles theoretisch – aber die Umsetzung bleibt schwer.“
„Ich will das nicht länger allein sortieren.“
Manchmal ist es unglaublich entlastend, wenn jemand:
mit dir deine Muster sortiert
deine Business-Struktur hochsensibel-freundlich mitdenkt
dich spiegelt, wenn du dich (mal wieder) kleiner machst als du bist
Wenn du innerlich genickt hast, ist das ein gutes Zeichen.
In einem kostenfreien Orientierungsgespräch schauen wir gemeinsam:
wo du gerade stehst
was dich im Business am meisten erschöpft
welche 1–2 nächsten Schritte dir wirklich Entlastung bringen – sanft, klar und in deinem Tempo
Hier kannst du dein kostenfreies Orientierungsgespräch vereinbaren:
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Ich freue mich, dich kennenzulernen und dich auf deinem Weg zu begleiten.
Aktualisiert am 23.01.2026