5 unterschätzte Gründe, warum Scanner immer wieder neu anfangen
Du wechselst ständig Projekte oder Berufe? In dieser Folge zeige ich Dir 5 überraschende Ursachen – und wie Du als Scanner mehr Zufriedenheit findest.
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Vielleicht kennst du auch Sprüche wie: „Bei dir erkennt man einfach keinen roten Faden“ oder „Konzentrier dich doch endlich mal auf ein Thema.“
Für Scanner-Persönlichkeiten ist das tatsächlich eine große Herausforderung. Ich beschreibe das am besten aus meiner eigenen Erfahrung: Häufig, wenn ich von einem neuen Thema höre, bin ich erstmal interessiert. Ich möchte mir am liebsten direkt und unverzüglich einen besseren Überblick zu dem Thema verschaffen und schauen, ob das Interesse bleibt oder ich nur eine Information dazu benötige.
Wenn mich das Thema dann weiterhin interessiert, sauge ich quasi alles dazu auf und filtere mir die wichtigsten Informationen heraus.
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Ein Beispiel: Häkeln
Ich habe das in der Grundschule gelernt. Nun lachen mich im Internet so kleine Figuren wie Einhörner an. Das MUSS ich machen. Ich schaue mir Videos dazu an, besorge mir alles, was ich brauche, fange an, setze um.
Ich kann’s wieder, also höre ich auf. End of Story.
Und das führt dazu, dass andere denken, ich bin unkonzentriert oder ziehe nicht durch, weil ich mich eben nicht weiter damit beschäftige.
Mir zum Beispiel fällt es schwer, alles, was ich einmal gelernt habe, in eine passende Story zu verpacken, die mein Gegenüber genauso sinnvoll wahrnimmt wie ich. Und deswegen fallen immer wieder meine erlernten Fähigkeiten „unter den Tisch“.
Mein Gegenüber kann sich gar nicht alles merken, was ich schon gelernt oder gemacht habe. Für mich war diese Entwicklung logisch, ich habe bestimmte Verknüpfungen dazu. Auch hier ein Beispiel:
Oder die Kurzform: Ausbildung 1, 2, Menschen, mehr von Psychologie verstehen, Coaching-Ausbildung, Marketing, Werbeagentur, Vertrieb, Coaching-Weiterbildungen, Körper, Geist, Seele.
Und wenn ich das jetzt so durchlese, fällt mir auf, dass ich noch einiges vergessen habe.
Dadurch, dass Scanner sich für so vieles interessieren, sind sie oft auch in ihrem Wissen sehr breit aufgestellt und können viele Dinge direkt umsetzen oder auch Zusammenhänge schnell erkennen und durchschauen. Wenn sie dann aber darüber sprechen, wirkt das für Nicht-Scanner oft unlogisch, da diese eventuell nicht über die Fülle der Informationen verfügen wie ihr Gegenüber.
Dabei brauchen sie einfach mehr Input als Nicht-Scanner, um ihren Wissensdurst und ihr Interesse zu befriedigen.
Wenn Zuhören missverstanden wird
Ich zum Beispiel werde oft als Quasselstrippe wahrgenommen, dabei bin ich, sofern mich mein Gegenüber oder ein Thema wirklich interessiert, eine sehr gute Zuhörerin. Und zwar durch aufnehmendes Zuhören. Ich nenne es auch gerne „professionell zuhören“. Das läuft in drei Phasen ab:
Es gibt zwei Phänomene, die dann auftreten können:
Dadurch erscheint der Zuhörer, der ja nicht mal über sich erzählt hat, irgendwie nicht greifbar. Zusätzlich kommt es auf die Körperhaltung an: Wenn ich zum Beispiel meinen Kopf zuhörend zur Seite neige, um meine Vertrauenswürdigkeit zu erhöhen, wirke ich auf mein Gegenüber gegebenenfalls unsicher.
Das Ganze passiert eher unbewusst, und zwar auf beiden Seiten. Es führt aber auch wiederum dazu, dass der zuhörende und interessierte Scanner eher unterschätzt wird, einfach, weil das Gegenüber ihn nicht wirklich wahrnimmt und wenig Informationen von der Person erhalten hat.
Manches Mal liegt es auch an der mangelnden oder auch zu schnellen Entscheidungsfreude der Scanner, dass sie unterschätzt werden. Viele halten sie auch für naiv. Aber dazu hör gerne in die Folge #082 – Lebensentscheidungen treffen als Scanner-Persönlichkeit rein.
Was sagst du? Sind dir die Gründe alle schon bekannt gewesen, oder hast du hier auch etwas Neues mitnehmen können? Über deine Rückmeldung freue ich mich.
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