#077 – Hochsensibilität und Schuldgefühle:

Episode Nr. #077

27.02.2024

Hochsensibilität und Schuldgefühle: Eine Analyse der Facetten

Hochsensibilität und Schuldgefühle: Eine Analyse der Facetten

 

Hochsensible Menschen erleben oft intensivere Emotionen und nehmen subtile Reize stärker wahr als andere. Diese besondere Sensibilität kann jedoch auch zu einem Gefühl von Schuld und Scham führen. In der heutigen Folge möchte ich verschiedene Facetten, die das komplexe Verhältnis zwischen Hochsensibilität und Schuldgefühlen bedingen, beleuchten:

Wir Hochsensiblen neigen dazu, uns für vieles die Schuld zu geben

Warum Hochsensible oft Schuld und Scham verspüren – und wie man diese überwindet

Wir Hochsensiblen neigen dazu, uns für vieles die Schuld zu geben
– ob es das Unwohlsein anderer in unserer Gegenwart ist oder
– dass etwas nicht nach Plan läuft.

Durch schwierige Erfahrungen in unserer Vergangenheit haben wir oft ein negatives Selbstbild entwickelt.

Aber wir sind genauso wertvoll wie alle anderen!

Und hier sind 6 Gründe, warum Hochsensible häufig Scham & Schuld verspüren:

1️⃣ In der Kindheit schien es sicherer, sich selbst die Schuld zu geben, statt einem autoritären Erwachsenen..

Selbstschuldzuweisung in der Kindheit: Hochsensible Menschen neigen dazu, sich selbst für Probleme verantwortlich zu machen. Dies könnte auf die Unsicherheit in der Kindheit zurückzuführen sein, wenn es sicherer erschien, sich selbst die Schuld zu geben, anstatt autoritären Erwachsenen.

2️⃣ Eltern haben uns das Gefühl gegeben, eine „Belastung” zu sein, weil sie mit unserer Feinfühligkeit überfordert waren.⁣

Überforderung der Eltern: Eltern von hochsensiblen Kindern können mit deren Feinfühligkeit überfordert sein. Dies kann zu dem Gefühl führen, eine “Belastung” zu sein, was wiederum Schuldgefühle bei den Hochsensiblen auslösen kann.

3️⃣ Hänseleien und Spott in der Vergangenheit prägen unser Selbstbild auch im Erwachsenenalter.⁣

Prägung durch Hänseleien: Hänseleien und Spott in der Vergangenheit können das Selbstbild von Hochsensiblen im Erwachsenenalter beeinflussen. Die erlittenen Verletzungen können zu anhaltenden Schuldgefühlen führen.

4️⃣ Unser starker innerer Kritiker unterdrückt unsere Intuition und lässt uns an uns selbst zweifeln.⁣

Innerer Kritiker und Selbstzweifel: Der starke innere Kritiker von Hochsensiblen kann die Intuition unterdrücken und dazu führen, dass sie an sich selbst zweifeln. Dieser innere Dialog verstärkt oft die Schuldgefühle.

5️⃣ Unser Selbstwert hatte in der Kindheit wenig Chance zu wachsen, weshalb wir ein falsches Selbstbild entwickelt haben.⁣

Geringer Selbstwert in der Kindheit: Ein mangelnder Raum für die Entwicklung des Selbstwerts in der Kindheit kann zu einem falschen Selbstbild führen. Hochsensible Menschen nehmen sich möglicherweise als weniger wertvoll wahr, was zu Schuldgefühlen beitragen kann.

6️⃣ Unterdrückte Gefühle und traumatische Energien aus der Vergangenheit beeinflussen uns heute noch.

Einfluss von Vergangenheitstraumata: Unterdrückte Gefühle und traumatische Erfahrungen aus der Vergangenheit können auch im Erwachsenenalter weiterhin Schuldgefühle auslösen.
Die Lösung? Bringe deine unterbewussten Programme ins Bewusstsein und überschreibe sie mit einem Selbstbild, das deinem wahren, reichen Selbst gerecht wird. Du bist unendlich wertvoll.

 

Wie setzt Du das jetzt am besten um?

Du hast bereits den ersten Schritt getan und hörst diesen Podcast.

Dadurch kennst Du schon einige deiner unbewussten Programme oder konntest sie jetzt identifizieren.

Die Bewusstmachung dieser unterbewussten Programme ist entscheidend. Hochsensible Menschen können lernen, diese Muster zu erkennen und zu durchbrechen. Die Neugestaltung des Selbstbildes und die Annahme der eigenen Wertigkeit sind zentrale Elemente. Die Integration von positiven Überzeugungen kann dazu beitragen, die Schuldgefühle zu überwinden und das volle Potenzial der Hochsensibilität positiv zu nutzen.

 

Selbstreflexion, Achtsamkeit und gezielte Coaching-Techniken können hierbei unterstützend wirken.

 

Und jetzt gebe ich Dir noch 10 Tipps zum Umgang mit Hochsensibilität und Schuldgefühlen

  1. Selbstreflexion und Bewusstwerdung:

Setze dich bewusst mit deinen Emotionen und Reaktionen auseinander. Erkenne, wann und warum Schuldgefühle auftreten.

  1. Akzeptanz der Hochsensibilität:

Verstehe und akzeptiere deine Hochsensibilität als eine einzigartige Eigenschaft. Sie ist keine Schwäche, sondern eine Stärke.

  1. Identifikation von negativen Glaubenssätzen:

Identifiziere negative Überzeugungen über dich selbst, die Schuldgefühle verstärken könnten. Frage dich, ob diese Überzeugungen rational und hilfreich sind.

  1. Achtsamkeit im Alltag:

Praktiziere Achtsamkeit, um den Moment bewusst zu erleben. Dies hilft, übermäßige Selbstkritik zu reduzieren und die Wahrnehmung zu schärfen.

  1. Kommunikation über Bedürfnisse:

Teile deine Bedürfnisse und Grenzen offen mit anderen. Eine klare Kommunikation minimiert Missverständnisse und verringert das Risiko von Schuldgefühlen.

  1. Aufbau eines positiven Selbstbildes:

Fokussiere dich auf deine Stärken und Erfolge. Erinnere dich an Situationen, in denen du erfolgreich warst, und baue ein positives Selbstbild auf.

  1. Auseinandersetzung mit Vergangenheitstraumata:

Wenn nötig, suche professionelle Hilfe, um traumatische Erfahrungen aus der Vergangenheit zu verarbeiten und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart zu reduzieren.

  1. Grenzen setzen und Selbstfürsorge:

Setze klare Grenzen, um Überforderung zu vermeiden. Priorisiere Selbstfürsorge und nimm dir Zeit für dich selbst, um Energie aufzuladen.

  1. Entwicklung von Resilienz:

Stärke deine emotionale Widerstandsfähigkeit, um besser mit Herausforderungen umgehen zu können. Betrachte Rückschläge als Lernchancen und nicht als Bestätigung von Schuldgefühlen.

  1. Integration von Coaching-Techniken:

Nutze Coaching-Techniken wie Visualisierung, Affirmationen oder The Work, um negative Muster zu durchbrechen und positive Veränderungen zu fördern.

  1. Austausch mit Gleichgesinnten:

Suche den Austausch mit anderen Hochsensiblen. Gemeinsame Erfahrungen teilen kann unterstützend wirken und ein Gefühl der Gemeinschaft schaffen. Komm dazu auch gerne in unsere Facebookgruppe:

  1. Fortschritt feiern:

Anerkenne kleine Erfolge und Fortschritte im Umgang mit Schuldgefühlen. Feiere diese Meilensteine, um die positive Veränderung zu würdigen.

 

Die Integration dieser Tipps in den Alltag erfordert Zeit und Übung. Ein schrittweiser Ansatz, begleitet von Geduld und Selbstmitgefühl, kann dazu beitragen, einen positiven Umgang mit deiner Hochsensibilität und den Schuldgefühlen zu entwickeln.

Weißt Du, ich spreche hier aus der eigenen Erfahrung. Mobbing oder bei uns hieß das früher Hänseln, habe ich jahrelang ertragen müssen, weil mich mein Lehrer, den ich um Hilfe gebeten habe, nicht wirklich ernst genommen hat.

Du kennst sicher die Sprüche: Schaff Dir doch einfach ein dickeres Fell an oder Dann geh den Jungs halt aus dem weg usw.

Diese und viele andere Situationen habe ich selbst erlebt, und deshalb möchte ich Dir etwas schenken, dass Dich für den Rest Deines Lebens unterstützen und begleiten kann.

Weil ich Dich verstehe und Deine Situation nachvollziehen kann, schenke ich Dir mein kostenfreies Orientierungsgespräch. Ich freue mich, wenn Du diese 30 Minuten buchst und für Dich nutzt, um den ersten Schritt zu Dir selbst zu gehen. Wir besprechen, wo Du gerade stehst und was für Dich gerade dran ist.

 

Den Link findest Du wie immer in den Shownotes, oder schick mir gerne eine E-Mail.

Und das wars auch schon wieder mit Frau Sensibel. Ich wünsch Dir viel Spaß beim Endlich. Selbst. Werden.

Nicole Führing
Nicole Führing | Expertin für HSP & Scanner | Endlich. Selbst. Werden.