Du kommst nach Hause, hast den ganzen Tag funktioniert, und stehst dann in deiner Küche und merkst: Du bist gar nicht richtig da. Kennst du das?
Wenn du hochsensibel bist, nimmt dein Nervensystem den ganzen Tag über besonders viel auf: Geräusche, Stimmungen, unausgesprochene Spannungen, Hektik. Irgendwann ist es einfach zu viel, und dein System schaltet in eine Art Autopilot. Du funktionierst noch, aber du bist nicht mehr wirklich in deinem Körper.
Was ist Erdung eigentlich?
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Eine kurze Übung für jetzt · Wenn du neben dir stehst: Eine Erdungsübung in einer Minute
Starte die Übung und bleibe für eine Minute bei einem einzigen nächsten Schritt.
Nimm wahr, was sich verändert hat. Du musst nichts erzwingen; auch ein kleiner Unterschied ist eine Information.
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Erdung bedeutet: Du spürst dich selbst. Deine Füße auf dem Boden, deinen Atem, die Grenze zwischen dir und der Welt da draußen. Fehlt diese Verbindung, fühlst du dich schnell überreizt, dünnhäutig oder wie ferngesteuert.
Die gute Nachricht: Erdung lässt sich üben, ohne besondere Zeit oder Umgebung.
Die Übung: In vier Schritten wieder ankommen
Die ganze Übung dauert etwa eine Minute. Sie holt dich aus dem Gedankenkarussell zurück in deinen Körper, bevor du entscheidest, was du als Nächstes brauchst.
Ich bin hier. Es ist jetzt. Ich bin sicher.”
Häufige Fragen zur Erdungsübung
Wie oft sollte ich die Übung machen?
Du kannst sie akut in Überforderungsmomenten nutzen oder als festes Ritual einbauen, zum Beispiel als Übergang zwischen Job und Feierabend.
Was, wenn ich mich dabei komisch fühle?
Das ist normal, besonders am Anfang. Erdung ist Übungssache, je öfter du sie machst, desto vertrauter wird sie deinem Nervensystem.
Hilft die Übung auch bei Panikgefühlen?
Sie kann eine erste Unterstützung sein, ersetzt aber keine Behandlung bei starken Angst- oder Panikzuständen. Sprich in dem Fall gerne mit einer Fachperson.
Wenn Überforderung öfter vorkommt
Wenn du merkst, dass solche Momente bei dir sehr häufig sind, oder dass du generell das Gefühl hast, ständig neben dir zu stehen, lohnt sich oft ein genauerer Blick darauf, was in deinem Alltag oder Job strukturell zu viel von dir verlangt.
