
Du bist voller Ideen, dein Kopf springt von einer Möglichkeit zur nächsten – und gleichzeitig spürst du jedes Geräusch, jede Stimmung, jedes Detail intensiver als andere.
Am Ende des Tages fühlst du dich erschöpft, überreizt – und fragst dich:
„Warum ist mir immer alles zu viel?“
Wenn du dich darin wiedererkennst, gehörst du wahrscheinlich zu den Menschen, die Scanner-Persönlichkeit und Hochsensibilität in sich vereinen.
Eine bunte, kreative Mischung – die im Alltag aber schnell überfordernd sein kann.
Scanner lieben Abwechslung. Sie haben tausend Ideen, wollen Neues ausprobieren und können sich oft schwer festlegen.
Hochsensible nehmen alles sehr intensiv wahr – Geräusche, Licht, Gerüche, Stimmungen.
Beides zusammen bedeutet:
Innen: dauernd in Bewegung durch Ideen.
Außen: schnell erschöpft durch Reize.
Das führt leicht ins Zuviel:
zu viele Gedanken, zu viele Eindrücke, zu viele Erwartungen an dich selbst.
Aber: Diese Kombination ist kein Fehler.
Sie bedeutet nur, dass du einen anderen Umgang mit deiner Energie brauchst.
Ideenflut ohne Umsetzung – du denkst und planst, kommst aber nicht ins Tun.
Reizüberflutung – Geräusche, Licht oder Gespräche nerven dich stärker als sonst.
Innerer Druck – du glaubst, allem gleichzeitig hinterherlaufen zu müssen.
Verlust von Freude – Projekte, die dich mal begeistert haben, fühlen sich plötzlich schwer an.
Rückzug – du ziehst dich zurück, weil du einfach zu viel Input hattest.
Halte ein Notizbuch oder eine App bereit, in die du spontane Ideen sofort aufschreibst.
So bleibt dein Kopf frei – und du musst nicht jedem Impuls folgen.
Kurze Unterbrechungen wirken Wunder: einmal tief atmen, die Schultern lockern, kurz am Fenster stehen.
Diese kleinen Inseln entlasten dein Nervensystem.
Unterscheide: Ist das ein Impuls, ein Experiment oder ein Herzensprojekt?
So fällt es dir leichter, Prioritäten zu setzen.
Noise-Cancelling-Kopfhörer, Blaulichtfilter oder stille Räume sind keine Schwächen – sondern hilfreiche Werkzeuge für dein sensibles Nervensystem.
Beende den Tag bewusst:
Was hat mich heute begeistert?
Was war zu viel?
Was will ich morgen weniger?
So sortierst du deine Vielfalt und deine Feinfühligkeit, bevor du schlafen gehst.
Sarah ist Scannerin und hochsensibel. Sie liebte es, Kurse zu buchen, Projekte zu starten und sich in neue Themen zu stürzen. Gleichzeitig war sie schnell erschöpft, von Eindrücken überwältigt und voller Selbstzweifel.
Früher dachte sie: „Ich muss mich entscheiden – entweder Scanner oder HSP.“
Heute weiß sie: Sie darf beides sein.
Sie führt ein Ideenjournal, parkt ihre Impulse – und gönnt sich drei kleine Pausen am Tag, in denen sie bewusst alle Reize ausblendet.
Ihr Fazit: „Ich bin nicht zu viel – ich brauche nur meinen eigenen Rhythmus.“
Vielfalt + Feinfühligkeit ist keine Schwäche, sondern eine besondere Mischung.
Du darfst deine Ideenfülle haben – und gleichzeitig auf deine Sensibilität achten.
Wenn du ins „Zuviel“ kommst, helfen dir kleine Rituale, Balance zu finden.
Loslassen ist genauso wertvoll wie Dranbleiben.
Du musst dich nicht entscheiden, ob du Scanner oder HSP bist – du darfst beides sein.
Wenn du dich hier wiedererkennst, komm gern in die Frau-Sensibel-Community. Dort findest du andere, die ebenfalls Scanner und hochsensibel sind – und gemeinsam Wege suchen, Vielfalt und Feinfühligkeit in Einklang zu bringen.