Definition
Entdecke den Gedanken dahinter
Klicke dich durch drei Perspektiven · Yerkes-Dodson-Gesetz
Öffne die Perspektive, die dich gerade am meisten interessiert.
Bei wie viel Druck arbeitest du am besten: kaum, etwas oder viel?
Leistung steigt mit Anspannung bis zu einem Punkt. Danach fällt sie wieder ab.
Beobachte eine Woche lang, in welchen Situationen du konzentriert und gelassen zugleich bist.
Deine Auswahl wird nur in diesem Browser verarbeitet.
Das Yerkes-Dodson-Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen Aktivierung (Anspannung, Erregung) und Leistung. Es geht auf die Psychologen Robert Yerkes und John Dodson zurück, die es 1908 formulierten.
🧠 Die Grundidee
Der Zusammenhang wird meist als umgekehrte U-Kurve dargestellt:
- Bei zu wenig Aktivierung fehlt der Antrieb, und die Leistung bleibt gering.
- Bei mittlerer Aktivierung sind wir wach, fokussiert und leistungsfähig.
- Bei zu viel Aktivierung kippt die Leistung, weil Stress das Denken blockiert.
Außerdem gilt: Bei komplexen Aufgaben liegt das Optimum niedriger als bei einfachen Routinetätigkeiten.
🤍 Bedeutung für Hochsensible
Hochsensible sind durch ihre intensive Reizverarbeitung schon im Alltag stärker aktiviert. Sie erreichen den Kipppunkt daher früher. Prüfungen, Präsentationen oder Beobachtung durch andere können ihre Leistung deutlich senken, obwohl sie fachlich bestens vorbereitet sind. Das erklärt, warum viele Hochsensible allein und in Ruhe besonders gut arbeiten.
🤍 Bedeutung für ADHS und Scanner
Menschen mit ADHS und viele Scanner liegen im Alltag oft unter ihrem Optimum. Sie brauchen mehr Anregung, um in Schwung zu kommen. Deshalb wirkt Zeitdruck kurz vor der Deadline bei ihnen oft beflügelnd.
🌱 Was du daraus mitnehmen kannst
- Dein Optimum kennen: Beobachte, wann du konzentriert und gleichzeitig entspannt bist.
- Aktivierung bewusst steuern: Bei Überreizung herunterregeln, bei Unterstimulation gezielt Reize hinzufügen.
- Rahmenbedingungen anpassen: Prüfungssituation, Arbeitsumgebung und Zeitplanung auf deine Kurve abstimmen.
Passend dazu: Überreizung, Unterstimulation und Prüfungsangst.
Weitere Einordnung findest du in der Themenwelt Stabilität.